KABINETT Flugbereitschaft
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DER SPIEGEL 1/2002
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Gleich mehrmals hatte Wehrminister Rudolf Scharping sie vollmundig angekündigt: die Privatisierung der Flugbereitschaft. Doch trotz Mahnungen von Haushaltsausschuss und Rechnungshof waren die Kabinettskollegen bisher nicht einmal bereit, die Flugkosten aus ihren eigenen Etats zu bestreiten. Der spektakulärste Nachtflug - Scharpings Spritztour zu seiner Gräfin nach Mallorca gleich nach dem Beschluss über den Mazedonien-Einsatz - kostete den Verliebten beinahe das Amt; der 11. September bewahrte ihn vor dem Absturz. Kürzlich verlangte der Haushaltsausschuss tapfer, zumindest einen Teil der VIP-Jets zu privatisieren. Bis März soll Scharping mal wieder einen Bericht vorlegen.