FLUTSPENDE - DER SPIEGEL
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Briefe

FLUTSPENDE
• aus DER SPIEGEL 15/1962
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

FLUTSPENDE

Ihr Inserat hat mir sehr imponiert. Sie tun etwas, was man bei den zahlreichen, ganz bestimmt ausgezeichneten und sicher Wirksamen karitativen Institutionen leider vermißt: Sie gehen aus der Anonymität heraus. Sie geben das Gefühl, daß die Spende eine direkte Adresse hat, daß sich der Spender um jemanden persönlich kümmert.

Schwandorf (Bayern) FRITZ GEBHARDT

Ich möchte Ihnen das Ergebnis einer Sammlung für die von Sturmflut geschädigten Bewohner Hamburgs und ganz Norddeutschlands bekanntgeben. Den Betrag von 863,30 Mark haben wir auf Ihr Sonderkonto Sturmflut 456 bereits überwiesen. Das Geld wurde von Jungen unseres Stammes bei einer internen Sammlung in ihrem Bekanntenkreis gesammelt,

Königstein BUND DEUTSCHTER PFADFINDER

STAMM »VERLORENE ROTTE«

Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen einen vollen Erfolg und freue mich, daß der SPIEGEL nicht nur als Kritiker über die politischen Unannehmlichkeiten unseres Staates auftritt, sondern auch tatkräftige Hilfe bei solchen Katastrophen leistet,

Bielefeld W. WESTERHOLD

Einziger Grund, warum ich das Konto 456 bevorzuge: Weil ich den festen Glauben habe, daß sich der SPIEGEL wirklich um jeden Pfennig kümmert!

München HOLGIER STENSON-RACHÉ

Da mich die Erfahrung aus Hitler-Ära und Nachkriegszeit gegenüber der richtigen Verwendung karitativer Spenden sehr skeptisch gemacht hat, dürfen Sie es als Zeichen meines besonderen Vertrauens werten, wenn ich Ihnen sage, daß ich nur Ihnen meinen Beitrag anvertraue.

Hannover GERD WETTIG

In der Anlage zehn Mark für Ihre Flutsammlung. Ich bin leider kein Fibag -Aktionär, Dreisprungspezialist, Verleger oder Minister, sonst würde ich mehr schicken.

Bachum (Ruhr) C. J. SPIEKER,

Was schreiben Sie da im letzten SPIEGEL: Bisher 150 000 Mark Sturmflutspende der SPIEGEL-Leser wären »so übel nicht«? Warum sind Sie nicht offen? Dieses Ergebnis ist mehr als enttäuschend. Zum ersten Male appellieren Sie, in wirklich aufrüttelnden Worten, an die Solidarität Ihrer Lesergemeinde, von der ich bisher annahm, daß sie allen echten Problemen besonders aufgeschlossen gegenübertritt, und gleich werden Sie von den meisten im Stich gelassen. Meine kleine Spende hat mich nicht ärmer gemacht, aber ich bin um eine große Illusion ärmer geworden, schade.

Stadthagen (Nieders.) KARL EDLER

Ich befürworte Ihre Maßnahmen, dem Bericht über die Unzulänglichkeit der Planung und der Benachrichtigung der Zivilbevölkerung den Aufruf zur Spende für die Opfer folgen zu lassen. Mein bescheidener Beitrag - ich bin Student - soll mit dazu dienen, Menschen zu helfen, die in Not geraten sind.

Washington CHRISTIAN GRAF V. SCHWERIN

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