FLUTSPENDE
Ihre Zeitschrift hat ihre Leser in letzter Zeit mehrfach zur Hilfeleistung für die Flutgeschädigten aufgerufen und dabei einigen Erfolg verzeichnen können. Ich bin jedoch der Meinung, daß sich das Ergebnis Ihrer Unternehmung noch wesentlich verbessern ließe, wenn den Gebewilligen die Einzahlung erleichtert werden würde.
Karlsruhe GOTTFRIED PETER WEHNER
Der SPIEGEL hat sein Postscheckkonto für die Opfer der Sturmflutkatastrophe zu spät veröffentlicht. Zu viele Konten bekamen enorme Beträge überwiesen. Heute herrscht eine allgemeine Empörung darüber, daß das Rote Kreuz und andere Organisationen noch keine Rechenschaft darüber abgelegt haben, wo unser Geld geblieben ist. Es soll mich nicht wundern, wenn unsere Spenden für den Dammbau verwendet werden.
Wetzlar GERHARD MOHR
Ich bin nur ein kleiner Handwerksmeister, der rechnen muß, wurde aber von Ihrem »Sturmflut«-Spendenaufruf so stark angesprochen, daß ich Ihrem Konto 456 heute 10 Mark überwiesen habe, obwohl ich auch schon anderweitig gegeben habe.
Berlin ARTUR GLEITSMANN
Also, ich muß schon sagen: 150 000 Mark von allen SPIEGEL-Lesern sind eine schöne Summe. Denn das macht pro Person immerhin einige Pfennige aus... Doch wahrscheinlich ging es vielen Lesern so wie mir - sie haben ihr Scherflein schon auf andere Konten eingezahlt. Aber trotzdem schicke ich mit gleicher Post nochmals einen kleinen Betrag an Ihr Sonderkonto 456, weil ich denke, daß die SPIEGEL-Gemeinde nicht nur durch das Schreiben von Leserbriefen ihre Existenz beweisen sollte.
Hannover RUDOLF EBERHART