Frage
Das Friedensfest 1950 findet die Frage ungelöst, wie die freie Welt den rotchinesischen Vormarsch nach Südkorea zweckmäßiger stoppen kann: mit einer Atombombe à la Hiroshima oder mit einem Kompromiß, für den der Münchener Regenschirm des alten Sir Neville Chamberlain Pate steht.
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Die Problematik einer internationalen Armee hat sich bei den koreanischen Rückzugskämpfen gezeigt. »Die ganze Geschichte kann noch nicht erzählt werden«, kabelte der Frontkorrespondent des »Daily Mirror« nach London. »Aber man muß die Tatsache erkennen, daß der unaufhörliche kampflose Rückzug eine Summe von Bitterkeit zwischen den Kontingenten verschiedener Nationalität in der 8. Armee hervorgerufen hat.« Ein englischer Offizier sagte: »Die Kluft zwischen uns und den Amerikanern wächst.«
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Australien hat sich zu einer noch engeren politischen und militärischen Zusammenarbeit mit Indien und Pakistan entschlossen. Indiens und Pakistans Menschenreserven sollen zusammen mit Australiens Industrie-Potential einen antikommunistischen Riegel vor die fernöstliche rote Ausdehnung schieben. Australiens Ministerpräsident R. G. Menzies wird im Januar auf der Commonwealth-Konferenz in London mit seinem indischen und pakistanischen Kollegen Näheres ausmachen.
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»Heraus aus Asien! Alles andere ist Selbstmord!« drängte Joseph Kennedy, ehemals US-Botschafter in London. Für Europa hat er das gleiche Rezept. Vielleicht könnten die US es sich leisten, den schwächlichen Europäern einige Waffen abzulassen, sagte er vor einem Studentenforum in Virginia. »Ihnen jedoch ausreichende Waffen und Soldaten für ihr Don-Quichotte-Abenteuer zu liefern, ist ausgesprochener Unfug.« Botschafter Kennedy möchte alles verfügbare Kriegsmaterial auf die »US-Insel« zurückgeführt sehen. Dann, bis an die Zähne bewaffnet, könne man Moskau sagen: Fangt an, wenn ihr Courage habt.