Franzen - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung Franzen

• aus DER SPIEGEL 36/2010
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Die Begegnung der beiden Männer an der kalifornischen Pazifikküste stand unter ungünstigen Vorzeichen: Der US-Schriftsteller Jonathan Franzen, 51, war gerade angeschlagen von einer Reise nach Bolivien zurückgekehrt, als er SPIEGEL-Redakteur Philipp Oehmke, 36, in seinem Haus in Santa Cruz empfing. Franzen, sagt Oehmke, »wirkte matt, nach innen gekehrt und weich« - aber vielleicht trug dieses Körpergefühl dazu bei, dass er offen über den langjährigen inneren Kampf bis zur Vollendung seines neuen Romans »Freiheit« sprach. Der Schriftsteller, der seit seinem Welterfolg »Die Korrekturen« zu den bedeutendsten Autoren der Gegenwart gezählt wird, erzählte ohne jeden Anflug von Koketterie von seinen Krisen - und davon, wie er zur Ruhe kam, wenn er Vögel beobachtete. Erstaunt war Franzen, als Oehmke nicht einmal einen Truthahngeier identifizieren konnte, der über ihnen kreiste (Seite 156).

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