Freier Verkehr - DER SPIEGEL
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NAHOST Freier Verkehr

• aus DER SPIEGEL 4/2002
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Trotz des internationalen Drucks auf sein Regime kann sich Saddam Hussein über einen diplomatischen Erfolg freuen, der ihm politische Aufwertung in der arabischen Welt verspricht. Die Regierung in Bagdad steht vor dem Abschluss weit reichender Handelsabkommen mit Syrien und Libyen. Die vor einem Jahr aufgenommenen Verhandlungen über die Schaffung einer »gemeinsamen Wirtschaftszone« der drei laizistischen Araberstaaten sehen unter anderem die Abschaffung aller Zollschranken im gegenseitigen Warenaustausch vor. Außerdem wollen die drei Paktstaaten ihren Bürgern im Reiseverkehr und bei der Berufsausübung gegenseitig volle Bewegungsfreiheit einräumen. Obwohl auch Iraks Handelsumsätze mit Ägypten sprunghaft anstiegen und Kairo im vergangenen Jahr Industriegüter im Wert von über 1,5 Milliarden Euro in das Zweistromland exportierte, lehnt die ägyptische Regierung den Beitritt zur Freihandelszone noch als »verfrüht« ab. Die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Saddam geht jedoch weiter. Ägyptens Warenaustausch mit dem Irak wird nur noch übertroffen durch den schwunghaften Handel, der sich zwischen Saddams Reich und der Türkei angebahnt hat.

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