SYRIEN Freiheit für Adib H.
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DER SPIEGEL 33/2002
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Nachdem die Bundesregierung einen außenpolitisch heiklen Spionageprozess gegen den Kulturreferenten der syrischen Botschaft gestoppt hat, bemüht sich das Regime in Damaskus um gute Beziehungen. So hat es angekündigt, in dieser Woche einen seit Monaten in Syrien festsitzenden Deutschen ausreisen zu lassen. Adib H., ein gebürtiger Syrer mit deutschem Pass, war als einer der wichtigsten Zeugen in dem geplatzen Spionageprozess vorgesehen. Er sollte schildern, wie er und andere Regimegegner in Deutschland von syrischen Agenten ausspioniert werden. Aber als er im Frühjahr auf Heimatbesuch in Damaskus war, wurde er dort kurzerhand festgenommen, alle Proteste des Auswärtigen Amtes blockten die Syrer ab.