FREITAG - DER SPIEGEL
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FREITAG

20.15 - 22.15 Uhr Sat 1 Gloria, die Gangsterbraut
• aus DER SPIEGEL 47/1993
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Frauen und Kinder, im Gangsterfilm üblicherweise die Weichstellen, an denen der Gegner besonders empfindlich getroffen werden kann, sind in diesem rasanten Actionfilm (USA 1980) des Hollywood-Außenseiters John Cassavetes die Träger der Handlung: Ein sechsjähriger Junge (John Adames) entkommt durch Zufall einem Massaker der Mafia und wird widerwillig von der Nachbarin Gloria (Gena Rowlands) gerettet. Sie ist erklärte Kinderhasserin - und damit prädestiniert als Beschützerin des Jungen auf einer Flucht durch ein schmieriges New York, die Cassavetes wie einen Alptraum inszeniert: Von Station zu Station stößt Gloria eben das zu, was sie am meisten fürchtet, und Rettung gelingt wieder und wieder in dem Augenblick, da alles verloren scheint.

21.00 - 21.51 Uhr 3Sat

Der große Reibach

Der Milliardenskandal EG-Subventionsbetrug als Satire, die bei der Erstausstrahlung im ZDF die Kritiker begeisterte. »Kein fader Europudding«, urteilte die Tageszeitung über die europäische Koproduktion, »sondern eine spritzig erzählte Geschichte um Milliardenbetrug auf internationaler Ebene. Selten gelingt es einem Film, auf solch unterhaltsame Weise differenziert zu informieren.«

21.15 - 21.45 Uhr ZDF

Der Milliardenskandal

Der große Reibach als Thema einer ernsthaften Reportage: Auf jährlich 20 Milliarden Mark wird der Schaden durch Subventionsbetrug in der EG geschätzt. Die Fahndungsbehörde UCLAF versucht sich in Schadensbegrenzung. S.292

23.00 - 0.40 Uhr ZDF

Abgetrieben

»Kinder haben hier nichts zu suchen«, faucht der Vorsitzende Richter, als das Weinen eines Babys die Verhandlung stört. Nicht sehr subtil, aber authentisch - wie die meisten Worte, die der Jurist und Regisseur Norbert Kückelmann seinen Akteuren in den Mund gelegt hat. Sein preisgekröntes Fernsehspiel beruht auf den Prozeßakten des Skandalverfahrens gegen einen Frauenarzt in Memmingen und dessen Patientinnen. »Wer diesen Film gesehen hat, will die Wände hochgehen, sich die Haare raufen und laut schreien: Wie konnte so etwas geschehen?« lobte die Zeit das quasidokumentarische Stück, das den Zuschauer nie vergessen läßt, daß es deutsche Realität ist, die er sich ansieht.

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