Eines Morgens erwacht Alexandra in einer fremden Wohnung neben einem Toten, aus dessen Rücken ein Messer ragt. Sie kann sich mit ihrem drogenvernebelten Kopf an nichts erinnern und hat 115 Minuten Zeit, den Tod des Unbekannten aufzuklären und ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Jane Fonda spielt die Hauptrolle in dem packenden Thriller von Sidney Lumet (USA 1986) - für die Süddeutsche Zeitung ein zusätzliches Spannungselement: »Man fürchtet ständig, die Fassade könnte Risse kriegen, der Lack abblättern - und die wahre Jane Fonda käme zum Vorschein.«
23.05 - 0.35 Uhr ZDF
Bette Midler - Divine Madness
Bis zu zehn Kameras liefen gleichzeitig bei drei Konzertabenden der Entertainerin und produzierten 90 Stunden Filmmaterial. Regisseur Michael Ritchie montierte es zu einem packenden Konzertfilm (USA 1980). Glücklicherweise achtete er darauf, daß die Übergänge nicht zu perfekt gerieten und so genügend Lebendigkeit der Sängerin und Schauspielerin erhalten blieb, an der das Publikum insbesondere die deftige Zotigkeit goutiert. Midlers Wirkung entdeckte die Frankfurter Rundschau darin, »daß sie Sachen sagt, die eine Dame wie sie allenfalls denkt, aber niemals ausspricht, von denen die Verehrer jedoch inständig hoffen, daß sie sie tut«.
23.20 - 1.05 Uhr Pro 7
Friedhof der Kuscheltiere
Wenn es in der Hölle zu eng wird, kehren die Toten auf die Erde zurück - und wenn es in Hollywood richtig eng wird, werden selbst scheintote Drehbücher verfilmt. Stephen Kings Romanvorlage handelte von der Unfähigkeit der modernen Menschen, den Tod als Tatsache hinzunehmen, weshalb die Geister von toten Katzen und Kindern wiederauferstehen müssen. Regisseurin Mary Lambert aber war selbst von allen guten Geistern verlassen und reduzierte ihre Verfilmung (USA 1989), dem Kassenerfolg zuliebe, auf billige Tricks und Effekte.