Die Filmemacher Rüdiger Lorenz und Fari Djalali kehrten jetzt ins iranische Isfahan zurück und besuchten Männer, die vor sieben Jahren als 17jährige fanatische Kriegslosungen gegen Saddam Hussein ins Mikrofon westlicher Journalisten gesprochen hatten. Ungewöhnlich offen und desillusioniert berichten die Menschen von ihrer Erfahrung im Krieg.
21.25 - 23.05 Uhr. Eins Plus.
Daheim sterben die Leut'
Als wär's ein Stück von Herbert Achternbusch, so ironisch gebrochen, mit bizarren Brauchtumsszenen, erzählt der Film (Deutschland 1985) seine Geschichten vom Leben im Allgäuer Lande, vom Urlaub auf den Dörfern, von Handel und Gesundbeterei, Aberglauben, Obrigkeitshörigkeit und Bigotterie. In dem provozierenden Mundart-Werk (Regie: Leo Hiemer und Klaus Gietinger) treten unter anderen noch der Leibhaftige, eine hübsche Urlauberin aus dem Norden sowie ein Landrat auf, der den Dörflern fragwürdigen Fortschritt verordnen will: eine kommunale Wasserleitung. Der merkwürdige Filmtitel ist dem Sprachschatz der Allgäuer entnommen, ein Satz, der Mißtrauen gegenüber der heimatlichen Idylle ausdrücken soll. »Daheim« heißt Stillstand, Monotonie, Langeweile, Stammtischmief und Weihrauchdunst; »daheim«, da sterben halt die Leut'.
22.00 - 0.00 Uhr. Nord III.
III nach Neun
Eingeladen: Marianne Hoppe; Ex-Theater-Intendant Kurt Hübner; Ex-Priester Adolf Holl (Autor eines Buches über die Freuden der Keuschheit).
22.00 - 23.00 Uhr. Hessen III.
Zeil um Zehn
Eingeladen: Vytautas Landsbergis (Präsident Litauens); der Ost-Berliner Musiker Dirk Zöllner (Band-Leader); Eiskunstlauf-Trainerin Jutta Müller.