Friedrich Denk,
55, Studiendirektor aus Weilheim in Oberbayern und Streiter wider die Rechtschreibreform, bewies Bürgernähe. Während an der Ostsee Helmut Kohl im Hubschrauber von Badeort zu Badeort eilte, machte Denk zu Fuß Werbung in eigener Sache: Am Dietelhofer See, einem Badesee bei Weilheim, sammelte der Pädagoge Unterschriften für seine geplante Bundestagskandidatur. Der ,,Wahlkampf in der Badehose« (Denk) war erfolgreich; in nur einer Stunde hatte er die notwendigen Unterschriften zusammen: ,,Bei dem schönen Wetter waren die Leute besonders nett.« Als parteiunabhängiger Kandidat rechnet sich Denk, bis vor kurzem noch CSU-Mitglied, gute Chancen aus, schließlich seien die Mitwerber von CSU und SPD über die Landesliste abgesichert. Ein Programm hat Kandidat Denk noch nicht zu bieten, und auch der Wahlkampf wird schlicht ausfallen: Er will bloß Flugblätter verteilen - sogenannte Denkzettel.