Fritz Eberle - DER SPIEGEL
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Fritz Eberle

• aus DER SPIEGEL 17/1953
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Fritz Eberle, 33, Diakon, muß lebenslänglich ins Zuchthaus. Der I. Senat des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe verwarf die von der Verteidigung eingelegte Revision. Eberle hatte am Abend des 6. Juni 1946 einen Raubüberfall auf einen Einödhof bei Illerbeuren in Schwaben gemacht und mit Schüssen aus einer alten Armeepistole den Bauern und dessen Bruder getötet. Das Gewissen quälte Eberle, der Diakon und Leiter eines evangelischen Kinderheimes wurde, so sehr, daß er sich nach fünf Jahren freiwillig den Behörden stellte. Die »Süddeutsche Zeitung« schreibt zu dem Karlsruher Entscheid: »Der Strafgefangene Fritz Eberle hat auf Gott und die Menschen vertraut, als er sich dem Gericht stellte. Was ihm widerfahren ist und was ihm nun, bis die Gnadeninstanz sprechen wird, auf eine lange Reihe von Jahren auferlegt ist, betrachten er und seine Frau als eine Heimsuchung Gottes, der sie sich zu fügen haben.«

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