Früchte - DER SPIEGEL
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Früchte

• aus DER SPIEGEL 4/1949
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Morgens warfen die Zulus auf dem Marktplatz der Hafenstadt Durban nur mit Ananasfrüchten nach den indischen Händlern, am Abend gab es schon Mord und Totschlag. Aus einer Marktprügelei um einen Inderknaben entwickelten sich die blutigsten Rassenkämpfe in der südafrikanischen Geschichte. Unter Absingen ihrer alten Kriegslieder stürmten die Zulus das indische Geschäftsviertel Durbans, schlossen indische Familien ein, steckten die Häuser in Brand und steinigten, erschossen oder erschlugen alle Mandeläugigen. »Wir revolutionieren gegen die jahrelange Ausnutzung und die verächtliche Behandlung durch die Inder, die sich in unserem Lande durch Schwarzmarktgeschäfte bereichern«, erklärten Zulu-Sprecher. Die Inder bildeten Stoßtrupps und lauerten einzelnen Eingeborenen auf. In ganz Natal wurden 120 Tote und über 1200 Verletzte gezählt. Ex-Premier Smuts deutet aus dem Schmollwinkel: »Die Unruhen sind die ersten Früchte des Regierungskurses rassischer Diskriminierung und ultra-reaktionärer Wirtschaftspolitik«. Die Regierung Malan entsandte per Flugzeug Truppen und bildete eine Untersuchungskommission.

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