Führungskrise bei Viva - DER SPIEGEL
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TV-SENDER Führungskrise bei Viva

• aus DER SPIEGEL 46/2003
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Sobald wie möglich soll die Viva Media AG, zu der neben den Musikfernsehkanälen Viva und Viva Plus auch der TV-Produzent Brainpool ("TV Total") zählt, einen neuen Fernsehvorstand bekommen: Im Aufsichtsrat wird dabei der Chef von KarstadtQuelle New Media, Christian Seifert, favorisiert. Ebenfalls auf der Liste standen zuletzt auch der Pro7-Chef Nicolas Paalzow, Sat.1-Chef Martin Hoffmann sowie der ehemalige DSF-Manager Thomas Gebert. Seifert war früher Marketingchef von MTV Deutschland und verantwortet derzeit bei Karstadt die Übernahme des Sport-Senders DSF. Zudem kümmerte er sich um das Teleshopping-Format »WOM Music Shop«, das seit vergangener Woche von Viva gesendet wird. Die Wahl wäre überraschend, da bislang angenommen wurde, der amerikanische Hauptaktionär Time Warner würde nun auch die operative Kontrolle übernehmen und versuchen, den zentralen Posten des wirtschaftlich strauchelnden Musiksenderkonzerns mit einem eigenen Mann zu besetzen. Der Kölner Sender kämpft bereits seit längerem mit einer Führungskrise, die ausgerechnet zum 50. Geburtstag des Viva-Gründers und Vorstandsvorsitzenden Dieter Gorny kulminierte. Gorny, der als Ikone des Musikfernsehens in Deutschland gilt, musste kurz darauf die zentralen Bereiche Personal und Fernsehen abgeben, unter anderem an einen von Time Warner bestellten Interimsvorstand. Diesen würde Seifert ersetzen. Sprecher von Viva und KarstadtQuelle New Media wollten die Personalie nicht kommentieren.

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