Fußball
MITTWOCH 24.4.
___19.45 - 23.00 Uhr Sat 1
___Fußball ___Wo einst Schwalben namens Hölzenbein durch den Strafraum segelten und Lamas, Rijkaard geheißen, spuckten (Völler verzieh) - bei den Matchs zwischen Holland und Deutschland, da sind auch diesmal bestimmt wieder die Emotionen im Spiel. Jörg Wontorra kommentiert die Live-Übertragung aus Rotterdam. Schöner Fußball, bitte melde dich.
___20.15 - 21.45 Uhr ARD
___Willkommen in Kronstadt ___Der Alptraum »Deutschland den Deutschen« wird in dieser TV-Satire (Buch, Musik, Regie: Hanns Christian Müller) wahr: Nachdem der Zuzug von Asylbewerbern die Bewohner einer bayerischen Kleinstadt in Rage gebracht hat und sich der Ausländerhaß überall zeigt, ziehen alle Fremden auf Initiative des Pizzabäckers aus dem Ort aus. Da fängt der Müll zum Himmel zu stinken an, und die Biergläser bleiben ungespült.
___21.00 - 22.00 Uhr 3Sat
___Dornröschen ___Wolfram Seegers Film gehört zu der Kategorie Dokumentationen, von denen müde Seher schnell wegzappen könnten. Wer bringt schon die Kraft für das Schicksal zweier unfallgeschädigter Kinder auf, die in der Neuroklinik Hattingen-Holthausen aus dem Koma erwachen? Doch die Scheu ist unberechtigt. Der Autor nähert sich der verwunschenen Traumwelt von David und Katharina, verfolgt dann die allmähliche Ankunft der Traumatisierten in der realen Welt. Der Film feiert die Wärme der Pfleger, die liebevolle Sorge der Eltern, die Zärtlichkeit des Miteinander. Durch Berührungen, Streicheln und Massagen werden die Kinder aus der Traumwelt geführt - auch Dornröschen wurde mit einem Kuß geweckt.
___23.15 - 1.00 Uhr 3Sat
___Anna Göldin - letzte Hexe ___Im Juni 1782 wurde die Dienstmagd Anna Göldin im Schweizer Kanton Glarus als Hexe verhaftet, gefoltert, verurteilt und hingerichtet. Es war der letzte Hexenprozeß in Europa, und er erregte - so kurz vor der Französischen Revolution - großes Aufsehen. Das Filmporträt (Deutschland/Schweiz 1991, Regie: Gertrud Pinkus) nach dem Roman von Eveline Hastler konzentriert sich auf die letzten beiden Lebensjahre der Anna, als die Frau bei einem verklemmt lüsternen Doktor (Rüdiger Vogler) und seiner eifersüchtigen Ehefrau (Ursula Andermatt) angestellt war und das zu kurz gekommene Kind (Luca Kurt) zu hüten hatte. Die Neue Zürcher Zeitung lobte die Anna-Darstellerin Cornelia Kempers: Sie verfüge während des gesamten Films über die Ausstrahlung einer kraftvoll in sich selber ruhenden Person. Außerdem wirke sie »schön und sinnlich«.