Gabi Trauer - DER SPIEGEL
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Am Rande Gabi Trauer

• aus DER SPIEGEL 9/2001
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ich trag auch munter den Mülleimer runter, für Gaby tu ich alles. Ihr solltet Gaby mal sehen, dann würdet ihr mich verstehen.« Wir haben Gabi gesehen, und wir wissen erst heute, wen der Schlagersänger Gerd Böttcher einst mit seinem Lobeslied meinte: Gabi Bauer, die »Tagesthemen«-Moderatorin, die den Bildschirm verlässt, um sich den erwarteten Zwillingen zuzuwenden.

Nie ein Buch geschrieben, nie mit Hollywood-Ambitionen den Stähnkie-Finger wider die TV-Vorgesetzten erhoben, nie die Emanzenleier geschlagen, nie neunmalklug politische Oberkompetenz vorgetäuscht, keine Talkshow-Absichten verkündet, nicht ungefragt moralische Botschaften gepredigt, keine Erwägungen über Nasenkorrekturen öffentlich angestellt. Nichts. Einfach den Abgang angekündigt. Schlicht, unpathetisch und tschüß, der Medienblase die Blagen vorgezogen. Im Gehen zeigt sich der Charakter.

Ach, welchen Fernsehnervensägen würde man nicht Sechslinge wünschen, damit sie endlich verschwänden. Warum kann eigentlich Peter Hahne nicht mal schwanger werden oder Heiner Bremer?

Geht nicht. Natura non dat' saltus, sagt der Lateiner. Dat heißt auf Deutsch: Hahne und Bremer bleiben. Die Besten aber trifft es. Farewell, Gabi Bauer.

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