Gebühr fürs Bummeln? - DER SPIEGEL
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Gebühr fürs Bummeln?

• aus DER SPIEGEL 4/1981
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der rheinland-pfälzische Landesrechnungshof fordert in seinem letzte Woche veröffentlichten Jahresbericht die Einführung von Studiengebühren -bislang eine bayrische Spezialität. Von 21 773 Studenten der Mainzer Universität waren nach Ermittlungen der Rechnungsprüfer 1979/80 genau 4345 Studenten im 15. bis 24. Semester, 573 im 25. bis 35. und sogar noch 77 im 36. bis 55. Semester. Solange »unangemessen lange Studienzeiten nicht durch Exmatrikulation verhindert werden« könnten, so der Rechnungshof, sei Bummelstudenten wirksam nur mit Studiengebühren zu begegnen. Die Prüfer kritisierten die Hochschulpolitik der Kultuschefin Hanna Renate Laurien: Ursachen für die Bummelstudien seien auch mangelhafte Studienberatung, unzureichende Prüfungsverfahren und schlechter Aufbau des Studiums.

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