Geeigneter Ort - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Zur Ausgabe
Artikel 122 / 133

Briefe

Geeigneter Ort
• aus DER SPIEGEL 6/1999
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Geeigneter Ort

Nr. 4/1999, Denkmalstreit: Henryk M. Broder über das Holocaust-Mahnmal als Kompromißpaket

Broder, der sprachliche Hau-drauf-Kasper im Mahnmalstreit, prügelt mal wieder meine Mahnmalidee. Damit es gescheit drastisch wird, macht er aus meinem Riesenrad ein »Super-Riesenrad«, aus Güterwaggons gleich »Viehwaggons« und beleidigt meine Arbeit obendrein als »peinlich, mißglückt und blamabel«. Daß Sie und Ihr Dilettantenclub aus Presse, Politik und Wissenschaft dabei viele gute Entwürfe und auch mein Riesenrad gar nicht begreifen konnten, ist kein Trost angesichts der Misere.

HÖRZHAUSEN (BAYERN) RICHARD GRUBER

BILDHAUER

Es steht außer Frage, daß der Opfer des Nationalsozialismus gedacht werden muß, doch darf meiner Meinung nach hierbei keine Opfergruppe bevorzugt werden. Darüber hinaus sollte von Peter Eisenmans Denkmalentwurf abgesehen werden. Für ein Mahnmal gibt es weitaus geeignetere Orte, wie zum Beispiel das Prinz-Albrecht-Gebäude. Die Fundamente des Prinz-Albrecht-Palais könnten ausgegraben und mit Gedenktafeln versehen werden, um zu verdeutlichen, welche Nazi-Verbrechen in diesem Haus geplant wurden.

OBERHAUSEN SASCHA CONCAS

Zur Ausgabe
Artikel 122 / 133