Gegendarstellung - DER SPIEGEL
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Artikel 34 / 118

Panorama Deutschland Gegendarstellung

• aus DER SPIEGEL 40/2002
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In Ihrer Ausgabe vom 26. August 2002 haben Sie auf Seite 18 unter der Überschrift »Geldquelle Brandenburger Tor« mehrere Behauptungen aufgestellt, zu denen wir uns wie folgt äußern:

1. Sie haben geschrieben:

»Mit spektakulärem Pomp soll das Brandenburger Tor, das seit zwei Jahren zwecks Renovierung eingerüstet und mit Planen verhängt ist, am Tag der Deutschen Einheit enthüllt werden. Nach Plänen der privaten 'Stiftung Denkmalschutz Berlin', die das Wahrzeichen im Auftrag der Stadt saniert, soll ein Ballon eine eigens zur Feier angelegte Verhüllung der Quadriga lüften und davonschweben lassen. Gleichzeitig sollen die Werbeplanen der Telekom zu Boden gleiten. Für das Gernegroß-Ereignis ... erhoffen sich die Organisatoren eine Million Zuschauer vor Ort ...«

Hierzu stellen wir fest:

Die letzte Plane der Telekom wurde am 2. September heruntergenommen.

Es gab und gibt keinen Plan der »Stiftung Denkmalschutz Berlin« (im Folgenden: die Stiftung), die Quadriga zu verhüllen und die Verhüllung durch einen Ballon zu »lüften«. Die Feier am 3. Oktober 2002 organisiert nicht die Stiftung, sondern das Land Berlin.

2. Sie haben weiter geschrieben:

»Die ... Stiftung ... verspricht sich von der Vermarktung des Prestigeobjekts offenbar noch einen letzten warmen Geldregen. Allein die Werbefläche auf dem Ballon könnte 300 000 Euro einbringen. Erwogen wird auch der Verkauf von Souvenirs, etwa Tragetaschen aus den Resten der Telekom-Werbeplane, oder die Versteigerung von Original-Sandsteinstückchen des 1791 ... erbauten Tores.«

Hierzu stellen wir fest: Die Stiftung plant keine Vermarktung der in dem Artikel geschilderten Art. Erlöse aus der Vermarktung der Feier am Tag der Deutschen Einheit fließen der Stiftung nicht zu.

Die Stiftung plant auch nicht, »Original-Sandsteinstückchen des 1791 ... erbauten Tores« zu versteigern. Sie hat vom Land Berlin lediglich die Erlaubnis erhalten, die jetzt ausgebauten, schadhaften Steinstücke der Sanierung aus dem Jahr 1957 zu Stiftungszwecken zu verwenden.

Berlin, den 10. September 2002

Dr. Lothar de Maizière

Vorstand

Stiftung Denkmalschutz Berlin

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