GELDSORGEN - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Zur Ausgabe
Artikel 66 / 87

Briefe

GELDSORGEN
• aus DER SPIEGEL 15/1966
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

GELDSORGEN

In dem Interview mit dem SPIEGEL hat Bundesminister Dr. Stoltenberg auf eine entsprechende Frage gesagt: »Es hat mich sehr überrascht, daß einen Tag nach der bewegten Bundestagsdebatte, den Warnungen vor einer vermeintlichen Katastrophe, im Bundesrat bei der Behandlung des Bundeshaushaltes 1966 kein einziges Land eine Erhöhung der Bundeszuschüsse für die Hochschulen beantragt hat, obwohl für andere Zwecke mehr als 300 Millionen Mark zusätzlich gefordert wurden.«

Der hessische Finanzminister Osswald beanstandet in einem Leserbrief diese Feststellung. Er versucht, sie zu berichtigen, indem er neben vielen anderen Punkten im Bundeshaushalt 1966 auch die Höhe der Ansätze für die Wissenschaft kritisiert.

Da Minister Osswald den Unterschied zwischen einer Rede und einem Antrag kennt, kann man sich über seine Berichtigungsbemühungen nur wundern. Es mag ihm unangenehm sein, daß seine politischen Freunde im Bundestag für Mehrforderungen bisher keine Deckungsvorschläge machten und seine Landesregierung im Bundesrat keinen Antrag für die Wissenschaft einbrachte. Aber durch unfundierte Dementis sind diese Tatsachen nicht aus der Welt zu schaffen.

Bad Godesberg DR. JOHANNES SOBOTTA

Pressereferent des Bundesministeriums für Wissenschaftliche Forschung

Zur Ausgabe
Artikel 66 / 87