General Monclar - DER SPIEGEL
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General Monclar

• aus DER SPIEGEL 52/1950
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General Monclar, bürgerlicher Name: Raoul-Charles Magrin-Vernery, rückte mit dem von ihm befehligten französischen UNO-Bataillon bisher noch nicht ins koreanische Feuer. Die Truppen, die am 29. November von drei koreanischen Militärkapellen mit der Marseillaise empfangen wurden, werden weiter in Südkorea ausgebildet. Vor seinem Auszug aus Frankreich hatte General Monclar einige Geschäfte zu erledigen. Er nahm an der Eröffnung einer Pariser Modenschau teil (s. Bild) und forderte den kommunistischen Brigadegeneral Vincent zum Duell. Vincent hatte in der »Humanité« behauptet, General Monclar sei der uneheliche Sohn eines österreichischen Erzherzogs und einer französischen Lehrerin am Habsburger Hof. Im letzten Weltkrieg sei Monclar von de Gaulles Truppen 1941 für kurze Zeit in Pétains Lager übergewechselt und dort Mitglied eines außerordentlichen Kriegsgerichts gewesen. Dagegen spricht, daß ein Raoul-Charles Magrin-Vernery, geboren 7. 2. 1892 in Budapest, am 24. 1. 1942 von Vichy-Frankreich ausgebürgert wurde. Das Duell Monclar - Vincent fand nicht statt, denn Vincent lehnte ab: »General Monclar hat ja die Möglichkeit, wegen Verleumdung zu klagen.« Monclar klagte nicht. Seine Reise nach Korea kam dazwischen.

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