Gerhard Schröder, - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Zur Ausgabe
Artikel 120 / 124

Gerhard Schröder,

• aus DER SPIEGEL 26/1998
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

54, SPD-Kanzlerkanditat und Ministerpräsident von Niedersachsen, wird am Tag nach der Bundestagswahl vom Frankfurter Eichborn Verlag auf jeden Fall mit einer Buch-Neuerscheinung geehrt, ob er nun gewinnt oder nicht. Vorsichtshalber hat der Verlag gleich zwei Buchumschläge vorbereiten lassen: »Der Kanzler« und »Der Mann, der zuviel wollte«. Der Ton des noch anonymen Autors des Schlüsselromans über Schröder ist, traut man der Ankündigung, ruppig: »Er kommt aus dem Nichts, im schlimmsten Sinne des Wortes. Erhart Röder, 1944 in einem niedersächsischen Dorf geboren, wächst ohne Vater und Vaterland auf. Seine Lektionen lernt er schnell: Wer das Geld hat, hat die Macht ... Er hat Erfolg, nicht nur bei den Frauen. Doch das ist ihm nicht genug - er will ganz nach oben.« Klingt wie die kleindeutsche Imitation des US-Bestsellers »Primary Colors«, die Insidestory über Bill Clintons Präsidentschaftskampagne 1992.

Zur Ausgabe
Artikel 120 / 124