Gerippe - DER SPIEGEL
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Gerippe

• aus DER SPIEGEL 50/1950
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Während die Bundesregierung offiziell überhaupt noch nichts von alliierten Remilitarisierungsplänen in Westdeutschland weiß, versucht sich Major a. D. Helmut Beck-Broichsitter, »Hochmeister« der Bruderschaft, in Rüstungs-Exposées (drei Ausfertigungen, eine davon an das Bundesinnenministerium): »... Eine oberflächliche Zeitberechnung ergibt, daß bis Winter 1950 die vorbereitenden zentralen Stäbe gebildet sein können. Ein Jahr später, etwa im Herbst 1951, dürfte das Gerippe der Kommandeure und Unterführer vollendet sein. Damit beginnt die Frage der Rekrutierung ... Es ist daher zu prüfen, welche Kräfte in Westdeutschland zu diesem Zeitpunkt wirksam sein können.« Für besonders geeignet als Bundes-Rekruten hält Hochmeister Beck-Broichsitter:

* Junge Generation der CDU

* Junge Generation der DP

* Grenzlandjugendgruppen

* Ostdeutsche Jugend

* Teile BHE

* nichtradikale Teile SRP

* Teile DRP

* Teile FDP

* Junge Generation des Wahlblocks Schleswig-Holstein (sog. Freundeskreis)

* Bruderschaft mit Interessentenkreis

* Teile der Jugend der SPD

* Deutscher Block

* Kampfbund gegen Kommunismus

* Deutsche Gemeinschaft

* Waffen-SS (nicht politische SS)

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Unberührt von allen Wiederbewaffnungsplänen für Westdeutschland walten 200 alliierte Offiziere im Alliierten Sicherheitsamt ihres entmilitarisierenden Amtes. Nach halbjährigem Drängen der Bundesregierung hat das Amt jetzt den Westdeutschen den Ankauf von 50000 Jagdflinten und 25000 Büchsen genehmigt. Oberlandesforstmeister Klose vom nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministerium sagte, es werde noch mindestens viereinhalb Monate dauern, ehe der erste Schuß aus sicherheitsamtlich konzessionierten Büchsen falle.

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