Am Rande Gesetz der Natur
Mit Deutschland geht es zu Ende. Wenn nicht bald Verstärkung von außen kommt, werden wir aussterben, sagen die Statistiker. Einfacher wäre es, selber einen Beitrag zur Rettung zu leisten: Ab ins Grüne und den Frühlingsgefühlen freien Lauf lassen.
Leider finden gute Ideen nicht immer politische Unterstützung. Auch dieses Mal wird der lobenswerte Ansatz hintertrieben. Aus einem Land heraus, von dem nichts anderes zu erwarten war: Erst zeigt sich der Ober-Niedersachse Sigmar Gabriel bei der Kindergelderhöhung bockig. Nun schlägt Landwirtschaftsminister Uwe Bartels den Sargnagel für Deutschland ein.
»Waldgesetz« nennt sich das Machwerk wider die Natur. Dahinter verbirgt sich ein Empfängnisverhütungsparagraf, der junge Landleute ohne eigene Wohnung, aber im besten Alter stoppen wird. Nach Einbruch der Dunkelheit darf der Wald künftig nur noch auf gekennzeichneten Wegen betreten werden. Vorbei ist es mit schönen Stunden auf versteckten Lichtungen.
Aus Haftungsgründen müsse das Betretungsverbot erlassen werden, behauptet Politiker Bartels, als müsse das Land die Alimente zahlen. Und mit schriftlicher Genehmigung könne die Vorschrift ja auch umgangen werden, verteidigt er sich weiter. Doch wer würde an einem lauschigen Sommerabend beim Oberförster um eine Schnacksel-Lizenz bitten?
Vielleicht könnte Über-Niedersachse Gerhard Schröder seine Parteifreunde wie beim Kindergeld auf den richtigen Weg zurückführen. Denn was nutzt Kindergeld ohne Kinder?