GESINNUNGSWANDEL. - DER SPIEGEL
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GESINNUNGSWANDEL.

• aus DER SPIEGEL 53/1966
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SPD-MdB Friedrich Schäfer will in den nächsten Jahren ein Amt ausüben, das er jahrelang für überflüssig hielt. 1958 war Schäfer neben CSU-MdB Alois Niederalt hartnäckigster Vorkämpfer für die Abschaffung des Staatssekretärspostens im Bundesratsministerium aus Sparsamkeitsgründen. Als Niederalt im Dezember 1962 Bundesminister wurde, blieb er seiner Verzichtpolitik treu; als nun der Sozialdemokrat Carlo Schmid den CSU-Politiker ablöste, entsagte Schäfer seiner Maßhaltepolitik und befürwortete nachhaltig einen Staatssekretär im Bundesratsministerium. Friedrich Schäfers Kandidat: Friedrich Schäfer. Obwohl der Haushaltsausschuß des Bundestags wegen des Widerstands der CDU und FDP sowie einiger SPD-Abgeordneter gegen die Wiedereinführung einer Staatssekretärs-Planstelle bislang die Mittel für diesen Posten nicht bewilligte, führte Schäfer bereits einen Tag lang Besprechungen im Bundesratsministerium.

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