Giovanni Trapattoni - DER SPIEGEL
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Giovanni Trapattoni

• aus DER SPIEGEL 34/2000
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Giovanni Trapattoni, 61, erfolgreicher Fußballtrainer (18 Titel mit Juventus Turin, Inter Mailand und Bayern München), hat noch lange nicht fertig. Vor kurzem zum Trainer der italienischen Nationalelf gekürt, wird er jetzt zum wissenschaftlichen Studienobjekt. An der römischen Universität »La Sapienza« soll Trapattoni im nächsten Semester gründlich analysiert werden. Dabei interessiert weniger die defensive Spieltaktik des Coachs als seine offensive Ausdrucksstärke: Beim Training dirigiert und motiviert er seine Spieler mit einer eigenwilligen, selbst gebastelten Sprache. Und weil das Reglement es ihm verbietet, während des Spiels über den Platz zu brüllen, behilft sich »Trap« in den entscheidenden 90 Minuten mit wortlosen Anordnungen. Zwei Finger im Mund, steuert er sein Team durch schrille, kodierte Warn- oder Antriebspfiffe. Bereits als Trainer in Deutschland hatte Trapattoni mit verbalen Glanzstücken für Erheiterung gesorgt: »Was erlauben Struuunz! Ich bin müde jetzt Vater diese Spieler«, haderte er, nachdem seine Bayern-Elf wieder einmal »schwach wie Flasche leer« gespielt hatte.

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