Gläubiger - DER SPIEGEL
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Gläubiger

• aus DER SPIEGEL 14/1954
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Die Türkei-Reise Konrad Adenauers stand im Schatten einer außenwirtschaftlichen Krise zwischen der Bundesrepublik und der Türkei, die allerdings unausgesprochen blieb. Der vor etwa achtzehn Monaten angeordnete Zahlungsstop der Türkei hat den Exporteuren Westdeutschlands außerordentliche Schäden zugefügt. Die Forderungen an die Türkei belaufen sich auf rund 200 Millionen Mark. Daran sind nicht die türkischen Importeure schuld, die ordnungsgemäß bei der türkischen Zentralbank gezahlt haben, vielmehr hält die Regierung die Gegenwerte bei der Bank zurück. Die katastrophale Devisenlage der Türkei ist auf eine einseitige Investitionspolitik der Regierung zurückzuführen, die mit einem starken Einfuhrbedarf des Landes zusammenfällt. Die Bundesrepublik steht unter den Gläubigern der Türkei an erster Stelle.

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