Gloria Trevi
Gloria Trevi, 31, im sechsten Monat schwangere mexikanische Pop-Sängerin, die in einem brasilianischen Gefängnis gegen ihre Auslieferung nach Mexiko kämpft, hat sich selbst künstlich befruchtet - behauptet die brasilianische Bundespolizei. Trevi, die seit 22 Monaten einsitzt, war schwanger geworden, obwohl in dem Gefängnis strikte Geschlechtertrennung herrscht (SPIEGEL 42/2001). Vergangenen Montag berichtete der brasilianische Justizminister über das Ergebnis polizeilicher Nachforschungen zur rätselhaften Ursache des gebenedeiten Zustands der Künstlerin. Es bleibe nur eine Schlussfolgerung, so der Minister, Trevi schwängerte sich selbst mit Sperma, das ein männlicher Gefangener ihr überließ. Die Kultsängerin frecher Lieder ("Masturbiert wie nie zuvor") war mit ihrem Manager Anfang 2000 aus Mexiko geflohen - vor der von ihr bestrittenen Anschuldigung der dortigen Staatsanwaltschaft, die beiden hätten mindestens neun Mädchen sexuell missbraucht. Falls Trevi gehofft haben sollte, Elternschaft würde sie in Brasilien wie einst den britischen Posträuber Ronald Biggs vor Auslieferung bewahren, so hätte sie sich getäuscht. Das Gesetz wurde vor 20 Jahren geändert.