Gottessegen - DER SPIEGEL
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Gottessegen

• aus DER SPIEGEL 44/1948
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Durch die Planwirtschaft der Ostzone geht eine neue Bewegung. Als der SED-geschulte Kohlenhäuer Adolf Hennicke im Zwickauer Steinkohlenwerk Gottessegen wieder aus der Grube stieg, hatte er mit 380 Prozent seiner Arbeitsnorm einen neuen ostdeutschen Arbeitsrekord aufgestellt. Sowjet-Berlins »Tägliche Rundschau« garantierte ihm einen Ehrenplatz im bolschewistischen Stachanow-Walhall. Adolf mußte seinen Sonntagsstaat mit der knallroten Krawatte umbinden, um künftig mit öffentlichen Ansprachen andere Kumpels mitzureißen. Sein Kollege Dietzmann in Oelsnitz (Erzgebirge) hat mit 493 Prozent (23,7 Kubikmeter Kohle in sechs Arbeitsstunden) seinen Rekord schon wieder überboten.

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