GREET HOFMANS
Sehr enttäuscht und erstaunt über Ihre Artikel betreffs der Verhältnisse zwischen unserer so geehrten Königin Juliana und ihrem Gemahl, dem Prinzen Bernhard, wende ich mich an Sie.
Traurig erscheint es mir, daß Sie als Außenstehende sich an so eine Beurteilung wagen über unsere so makellose, charaktervolle Königin und ihre Worte falsch interpretieren... Unsere geehrte und geliebte Fürstin hat an ihrem Krönungstag nicht gesagt: »Wer bin ich, daß ich diese Last tragen muß?« Sondern: In ihrem großen Respekt vor der Aufgabe, die ihr an dem Krönungstage auferlegt wurde, sprach sie voll Demut, die ihr nur zum Schmuck gereichte und immer gereichen wird: »Wer bin ich, daß ich dies tun darf?« Durch Ihre Interpretation aber ist aus der hochherzigen und zudem schlichten Gestalt unserer Königin eine skrupulöse Hausfrau geworden...
Haarlem SCHW. GONZAGUA
Herzlichen Dank wegen Ihrer Artikel über das Niederländische Königshaus. Endlich wurde vieles, wovon man nichts ahnte, bekannt. Die Königin ist in Holland bestimmt beliebt. Eine Königin ist aber keine Privatperson, sondern ihr Leben gehört ihrem Volk, und deswegen hat auch das Volk ein Recht zu wissen, wie es um die fürstlichen Glieder des Königshauses steht. Da hier die Zeitungen uns nur Gutes über die fürstlichen Personen erzählen, danke ich Ihnen - nicht, daß ich Schadenfreude hätte, nein, es tat mir leid, aber die Berichterstattung muß ganz sein und nicht nur das Gute der Personen erwähnen. Wir
mögen keinen Personenkult, wir können auch einen Menschen mit menschlichen Schwächen ehren.
Rotterdam CORNELIS VAN GROOT
Es ist sehr betrüblich, daß ein Blatt wie der SPIEGEL die Takt- und Geschmacklosigkeit besitzt, die in der Erstveröffentlichung von dubiosen Gerüchten um die holländische Herrscherfamilie liegt.
Bielefeld H. MEYER
Oberregierungsrat
Simplicissimus
Mejuffrouw Rasputin:
Greet Hofmans