Große Errungenschaft - DER SPIEGEL
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Briefe

Große Errungenschaft
• aus DER SPIEGEL 33/2001
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Große Errungenschaft

Nr. 30/2001, Medizin: Zweifel am Nutzen der Hormonprophylaxe für Frauen

Die neuen Ergebnisse zur Östrogen-Ersatztherapie sind in der Tat ernüchternd. Aber nur für den, der erwartet hat, dass Östrogen der uneingeschränkte Quell ewiger Jugend ist. Die Ergebnisse zeigen aber auch eindeutig und wertfrei, dass Östrogen im gesamten Körper zentrale Prozesse gutartig beeinflusst. Eine individuell abgestimmte Medikation wird Medizin und Pharmazie der Zukunft bestimmen.

MÜNCHEN PD DR. CHRISTIAN BEHL MAX PLANCK INSTITUT FÜR PSYCHIATRIE

Die Substitutionstherapie mit Hormonen - unabhängig davon, ob die Ovarialfunktion in der Postmenopause, die Hypophysenfunktion bei Minderwuchs oder der Insulinmangel bei Diabetes substituiert werden, gehört zu den großen Errungenschaften der modernen Medizin. Dabei ist unbestritten, dass bisher keine dieser Therapien einen echten Ersatz der fehlenden Hormone im Sinne der Wiederherstellung physiologischer Verhältnisse darstellt.

ERLANGEN PROF. DR. LUDWIG WILDT

Östrogene wirken als Stimmungsaufheller, und nur die wenigsten MedizinerInnen wissen, wie die fast zwangsläufig nach Absetzen der Ersatzhormone auftretenden Entzugserscheinungen aufgefangen werden können, und den meisten Frauen wissen nicht, dass sie von Hormonen abhängig werden.

MARL DR. KARIN DERICHS-KUNSTMANN

Sollen Millionen von Frauen Depression, Schlafstörungen, Antriebsmangel, Hitzewallung und sexuelle Erlebnisstörungen als naturgegeben hinnehmen, bis sich die Fachleute einig sind?

MÜNCHEN DR. FRANZ-WERNER OLBERTZ

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