Gute Karten - DER SPIEGEL
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Briefe

Gute Karten
• aus DER SPIEGEL 11/1995
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Gute Karten

(Nr. 9/1995, Bahn: Ein eigenes Netz für den ICE)

Schnelle Containerzüge müssen künftig ohne Blockade durch IC/ICE mit Vorrang in vier Stunden nach Dresden und in sechs Stunden nach Prag fahren können. Dazu ist der Transrapid nicht überflüssig, sondern notwendig. Die in Ihrem Artikel angepriesene ICE-Lösung über Stendal würde dagegen die Strecke Hamburg-Maschen-Lüneburg blockieren und genau die Irrfahrt erzeugen, die von Ludwig Bölkow kritisiert wird. *UNTERSCHRIFT: Hamburg DR. JOACHIM CHR. BECKER CDU-Bürgerschaftsfraktion

Die geforderte Trennung von normalem und Hochgeschwindigkeitsbahnverkehr wird gerade mit der Transrapid-Strecke Hamburg-Berlin optimal erreicht. Damit wird der Bahn-Engpaß Hamburg leistungsfähig auch für Regional- und Güterverkehr. Der Hamburger Hauptbahnhof ist am Kapazitätsende, neue Bahnsteige können räumlich nur noch für den flächenökonomischen Transrapid errichtet werden. *UNTERSCHRIFT: Hamburg GERHARD KRAFT

Experten haben errechnet, daß Alternativvarianten zur Magnetbahn auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin nicht nur eine annähernde Zeitersparnis erreichen, sondern vom Gesamtkostenaufwand deutlich darunter liegen könnten. Daß all diese Varianten während der Diskussion in Bundestag und -rat nicht zum Zuge kamen, hat wohl einerseits mit naiver Technikhörigkeit, andererseits aber mit den guten Karten von Siemens und Thyssen in Bonn zu tun. Wie erklärte doch ein Vertreter von Thyssen bei der Anhörung des Verkehrsausschusses, es ginge in erster Linie um die Steigerung der Exportchancen für ihr Produkt. *UNTERSCHRIFT: Bonn DR. DAGMAR ENKELMANN MdB/PDS

Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe gekürzt zu veröffentlichen. *BEILAGE: Der Gesamtauflage dieser SPIEGEL-Ausgabe ist eine Postkarte der Firma CompuServe, Columbus, beigeklebt. Eine Teilauflage dieser SPIEGEL-Ausgabe enthält eine Beilage des Verlages Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg, sowie der Firma Hess Natur, Bad Homburg.

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