Hammer und Amboss - DER SPIEGEL
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NAHOST Hammer und Amboss

Mit Rückendeckung der USA verschärft Israel seine Angriffe auf die Hisbollah im Südlibanon - und trifft auf erbitterte Gegenwehr. Hohe Verluste und verheerende Fehlschläge setzen Jerusalems Premier Olmert unter Druck. Nicht nur in Beirut schlägt die Hisbollah aus ihrem Widerstand Kapital.
• aus DER SPIEGEL 31/2006
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Es ist eines der bekanntesten Lieder des Landes. Und es gibt kaum einen Israeli, der die Melodie nicht summen kann. Wenn Joram Gaon im Radio mit schmelzender Stimme seine »Golani« besingt, fällt das ganze Land in eine Art kollektiven Liebeskummer. Doch die Verehrung gilt nicht einer schönen Frau, sondern der wohl legendärsten Truppe der israelischen Streitkräfte: der Golani-Brigade.

Die Eliteeinheit hat schon viele Schlachten gewonnen, mochten sie auch noch so aussichtslos sein. Im Unabhängigkeitskrieg schlugen ihre Soldaten die Armeen von Syrien, Ägypten, Irak, Jordanien und Libanon. Im Jom-Kippur-Krieg von 1973 parierten sie erfolgreich den syrischen Überraschungsangriff auf den Golanhöhen. Fortan galten die Haudegen als die schärfste Waffe des jüdischen Staates gegen arabische Terrorattacken - bis Mitte vergangener Woche. Da wurde der südlibanesische Ort Bint Dschbeil gleichsam zum Waterloo der Wundertruppe.

Bei dem Versuch, die Hisbollah-Hochburg einzunehmen, starben 8 Golanis, 27 wurden verletzt. Es dauerte Stunden, bis Hubschrauber die Leichen der Kameraden aus der Stadt wegbringen konnten.

Die Niederlage von Bint Dschbeil markiert womöglich den Wendepunkt in der Libanon-Offensive des sieggewohnten Israel.

Angetreten, mit schnellen, schweren Schlägen den schiitischen Extremisten unter Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah eine Lektion zu erteilen, steuern Jerusalems Militärs inzwischen auf den strategischen Offenbarungseid zu: »Bestimmte Fähigkeiten wurden vernachlässigt«, klagt der ehemalige Sicherheitsberater von Premier Ehud Olmert, Reservegeneral Giora Eiland, im SPIEGEL-Interview (siehe Kasten Seite 92). Jetzt zahle Israel den Preis für seine Überheblichkeit.

Von einer kurzen Militäroperation ist in Jerusalem schon lange nicht mehr die Rede, auch wenn das Wort Krieg bewusst vermieden wird. Weit über 5000 Luftangriffe wurden in den vergangenen zweieinhalb Wochen gegen vermeintliche Stellungen der Gottespartei und strategische Ziele im

Zedernstaat geflogen, Teile der Hauptstadt Beirut in Schutt und Asche gelegt.

Die Hisbollah wiederum feuerte täglich bis zu 150 Katjuscha-Raketen in den Norden Israels, sie töteten bis Freitagabend 19 Menschen, mehr als 1200 wurden verletzt. Auch die drittgrößte Stadt, Haifa, liegt längst im Raketenhagel. Fast zwei Millionen Zivilisten haben ihre Häuser verlassen und Unterschlupf in Bunkern gesucht. Sollte Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah seine Drohung wahrmachen und tatsächlich Tel Aviv bombardieren, würde das Land endgültig in den Ausnahmezustand stürzen.

Und weil Israel umstrittene Waffen wie Streumunition einsetzt (siehe Seite 94), zählt die Operation »Angemessener Preis« inzwischen auch zu den fragwürdigsten in der jüngeren Geschichte des jüdischen Staates - sie stellt Israel mittlerweile nicht nur in der islamischen Welt ins moralische Abseits. Die Zahl der libanesischen Todesopfer stieg Ende voriger Woche auf mindestens 450, die meisten von ihnen waren Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder. Vergangenen Dienstag wurden auch vier Mitglieder der Uno-Truppe, die im Südlibanon seit 28 Jahren als Beobachtergruppe stationiert ist, Opfer der israelischen Angriffe.

Trotz mehrfacher Warnungen hatten israelische Kommandos immer wieder Ziele unmittelbar neben einem Stützpunkt der Friedenssoldaten beschossen, bis auch der durch einen Volltreffer zerstört wurde. Empört sprach Uno-Generalsekretär Kofi Annan von einem »offensichtlich vorsätzlichen« Angriff; das seien »hasserfüllte« Äußerungen, bellte Jerusalems Uno-Botschafter Dan Gillermann zurück. Doch am Freitagnachmittag schon ereignete sich der nächste Zwischenfall: Eine israelische Granate schlug neben einem Helferkonvoi ein, der sich nach Tyrus durchschlagen wollte. Nur durch glückliche Umstände gab es keine Todesopfer.

Premier Olmert bedauerte den Angriff auf den Uno-Posten als »Versehen«. Doch Jerusalems wahre Haltung dürfte eher im Kommentar des Fraktionsvorsitzenden der mitregierenden Arbeitspartei anklingen: »Wer eine gute Nachbarschaft mit der Hisbollah pflegt«, so Efraim Sneh lapidar, »geht nun mal ein Risiko ein.«

Ungeachtet der weltweiten Kritik bekräftigte Israels Regierungschef seine Politik der harten Hand und dämpfte alle Hoffnungen auf ein absehbares Ende des Waffengangs. Selbst den Appell des eiligst nach Rom einberufenen internationalen Krisengipfels bog sich Jerusalem mit ungeahnter Chuzpe zum Freibrief für weitere Militärschläge zurecht. Weil sich die 15 Top-Diplomaten aus Europa und arabischen Ländern, Uno-Generalsekretär Kofi Annan sowie US-Außenministerin Condoleezza Rice nicht auf die Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand verständigt hatten, wähnte Israel, weiterhin freie Hand im Libanon zu haben.

Diese Auslegung wies der finnische Außenminister Erkki Tuomioja als Vertreter

der EU-Ratspräsidentschaft als »total falsch« zurück. Selbst das US-Außenministerium fand Jerusalems Interpretation »skandalös«. Doch Israels Militärs scherte das wenig. Und die Hisbollah fühlte sich durch den Appell der internationalen Staatengemeinschaft ohnehin nicht angesprochen.

Trotz der massiven Angriffe der hochgerüsteten israelischen Streitkräfte, trotz des Leids unter der libanesischen Zivilbevölkerung zeigte sich Milizen-Chef Nasrallah entschlossen, weiter Widerstand zu leisten. Finster drohte der Terrorscheich: »Unsere Angriffe werden in ein Gebiet jenseits von Haifa vorrücken.« Am Freitagabend schlug bei Afula eine iranische Rakete ein. So tief nach Israel hineingeflogen wie jene Cheibar-1 war noch kein Geschoss. Die Bodenoffensive der Israelis könne die Hisbollah erst recht nicht stoppen, so Nasrallah: »Auf dem Boden behalten wir die Oberhand. Dort wird sich der Feind zerreiben, weil wir nicht mit den Methoden einer regulären Armee kämpfen.«

Hisbollah-Kenner bezweifeln, dass Israel die Schiitentruppe überzeugend schlagen kann. »Ihre Zellen arbeiten unabhängig voneinander und kommunizieren möglichst wenig miteinander, weniger noch als der Vietcong«, beschreibt Timur Göksel, Berater der Uno-Blauhelme im Südlibanon, die Hisbollah-Kampfweise. Er hält daher die Entwaffnung der Miliz für schier unmöglich, »selbst mit einem Waffenarsenal, mit dem man den ganzen Südlibanon zu einem Parkplatz planieren könnte«.

Umso verbissener versuchte Israel, mit der gezielten Jagd auf Nasrallah, mit Bombenangriffen auf dessen Haus, Büro und das Hauptquartier der Gottespartei im Beiruter Vorort Haret Hreik zumindest den untergetauchten Chefstrategen auszuschalten. Doch wie zum Beweis seiner Unverwundbarkeit zeigte sich der Schiitenführer im Hisbollah-TV und lobte den »wunderbaren Widerstand« seiner Krieger.

Die Entschlossenheit Nasrallahs, weiter Raketen auf Israel zu feuern, speist sich auch aus der Rückendeckung durch den großen Nachbarn Syrien. In vielen Regierungsbüros in Damaskus läuft nicht etwa das syrische Staatsfernsehen, sondern der Hisbollah-Kanal, der in schlichten Bildern vom Kampf der Miliz berichtet. Dass auf den Straßen von Damaskus mehr und mehr Poster auftauchen, auf denen Nasrallah zusammen mit Staatschef Baschar al-Assad abgebildet ist - dagegen sei die Regierung machtlos, sagt Außenminister Walid al-Muallim: »So empfindet die Öffentlichkeit« (siehe Interview Seite 98).

Hatten die Führer Ägyptens, Jordaniens und Saudi-Arabiens anfangs den Hisbollah-Übergriff am israelischen Grenzzaun als »Abenteurertum« getadelt, verlagern sie inzwischen unter dem Druck der öffentlichen Meinung die Akzente. Jordaniens König etwa beklagt die »israelische Aggression« im Libanon, Saudi-Arabien zeigt sich unwillig, Druck auf das Hisbollah-freundliche Syrien auszuüben, solange die Bombardements im Libanon andauern.

Selbst Aiman al-Sawahiri, der Stellvertreter von Qaida-Chef Osama Bin Laden, scheut sich nicht mehr, den Konkurrenten von der Hisbollah beizuspringen - um von deren Popularität zu profitieren. Vergangenen Donnerstag pries er in einem Video den Widerstand der libanesischen Milizen - allerdings ohne die Nasrallah-Truppe beim Namen zu nennen: Die sunnitische Qaida und die schiitische Hisbollah sind nicht nur ideologisch verfeindet, sie beschuldigen sich auch seit längerem gegenseitig, in Wahrheit zionistische Agenten zu sein.

Dass sunnitische Führer so lange gezögert haben, den Kampf der Hisbollah zu unterstützen, rührt aus ihrer Sorge vor einem Erstarken der Schia. Scheich Nasrallah ist ein charismatischer Führer - zu charismatisch für den Geschmack vieler Sunniten. »Nasrallah verbindet geschickt den religiösen Appell mit Motiven des nationalen Befreiungskampfes aus dem 20. Jahrhundert«, sagt der syrische Philosoph Sadik al-Asm.

Unter den religiösen Eiferern des Gottesstaats Iran ist der Hisbollah-Scheich bereits zu einer Art »Popstar« avanciert, wie ein Teheraner Historiker meint. Auf dem Ferdowsi-Platz im Zentrum der Hauptstadt steht ein Wandbild, das einen triumphierenden Hisbollah-Chef zeigt - und darunter steht der umstrittenste aller antiisraelischen Appelle des iranischen Staatschefs Mahmud Ahmadinedschad: »Israel muss von der Welt hinweggefegt werden.« Bilder des siegreichen Nasrallah mit einer Kalaschnikow in der Hand hängen hundertfach an den Lichtmasten entlang den Schnellstraßen wie der Modarres-Stadtautobahn.

Trotz der offiziellen Solidaritätskampa-gnen scheint die iranische Führung jedoch

gespalten: Am vorvergangenen Sonntag traf sich unter dem Vorsitz des Revolutionsführers Ali Chamenei ein enger Zirkel, um Irans weiteres Vorgehen zu beraten. Falken wie der ehemalige Botschafter in Damaskus und Hisbollah-Gründer Ali Akbar Mohtaschemi sollen auf eine härtere Gangart, eine deutlichere außenpolitische Position gedrängt haben. Andere, angeführt vom ehemaligen Präsidenten Ali Akbar Rafsandschani, warnten vor einer Eskalation. »Es scheint, als hätten sich vorläufig die Gemäßigten durchgesetzt«, so ein Diplomat in Teheran.

Im Machtpoker der nahöstlichen Großmächte Syrien wie Iran und der Hisbollah bleibt für die libanesische Regierung nur die Rolle des hilflosen Zuschauers, obwohl sich der Führer der schiitischen Amal-Partei, Nabih Berri, als Friedensstifter versucht (siehe Seite 96). Auch der Zerstörungsgewalt des israelischen Militärs hat die Regierung von Premier Siniora nichts entgegenzusetzen. Beirut, das nach 15 Jahren Bürgerkrieg gerade zu seinem Comeback als Paris der Levante angesetzt hatte, gleicht nach den israelischen Bombenteppichen einer Geisterstadt.

Auf dem Place d'Etoile, dem schönsten und sonst lebendigsten Platz der Stadt, stehen zwei einsame Soldaten, die das libanesische Parlament bewachen. Es hat nicht mehr getagt seit Mitte Juli, es gibt nichts zu beschließen, die Entscheidungen fallen anderswo in diesem Sommer: auf dem Schlachtfeld im Süden, in Jerusalem und in Washington, in Damaskus und Teheran vielleicht, aber gewiss nicht in Beirut. 700 000 Menschen sind nach jüngsten Uno-Berichten auf der Flucht, unzählige Straßen, Brücken und Häuser zerstört, die politische Landschaft liegt in Trümmern.

Doch jene, die Israels Vergeltung treffen sollte, sind ungerührt - wie der Hisbollah-Abgeordnete Ali al-Mikdad, 45. Er ist stolz auf seine Gottespartei. Über Jahre sei Israel in den Libanon einmarschiert, wann immer es ihm passte, sagt Mikdad. »Das ist vorbei. In Zukunft werden die zehnmal darüber nachdenken, ob sie das wieder tun.« Israel habe die Hisbollah abstrafen wollen, aber Opfer seien die Sunniten, die Schiiten, die Christen des Landes.

Scharf hatten die Gegner der Hisbollah im Libanon zunächst auf die Tötung und Entführung der israelischen Soldaten reagiert, die Jerusalems Vergeltung ausgelöst hatten. Mutige wie der Drusenführer Walid Dschumblat halten an dieser Schelte fest. Doch das Gegenargument wird gewichtiger: »Israels Überreaktion ist unglaublich«, sagt auch Dschumblat. Der Libanon sei zum Schlachtfeld fremder Mächte geworden: »Wir sind eingeklemmt zwischen Hammer und Amboss. Der Hammer ist Israel, und der Amboss sind Syrien und Iran.«

Doch der durch Premier Siniora vom Westen erbetene Beistand blieb aus. Vorerst zumindest scheint die Weltmacht USA bereit, das Tempo ihrer Diplomatie ganz den strategischen Plänen Israels anzupassen. Hartnäckig weigerte sich US-Außenministerin Rice auf dem Krisengipfel in Rom, der von Uno-Generalsekretär Annan geforderten sofortigen Waffenruhe zuzustimmen. »Es bringt doch nichts, falsche Hoffnung zu wecken«, tat die oberste Diplomatin von George W. Bush das Verlangen ab. Das seien nun mal die »Geburtswehen eines neuen Nahen Ostens«.

Während Uno-Chef Annan verlangte, Iran und Syrien in eine Lösung einzubeziehen, weigerte sich Rice, offiziell mit den beiden Terrorstaaten zu verhandeln - obwohl aus Damaskus verlautete, dass amerikanische Unterhändler insgeheim eingetroffen seien. In Moskau wiederum drängte Riads Außenminister Saud al-Feisal Kreml-Chef Wladimir Putin, seinerseits aktiv zu werden. Vergangenes Wochenende immerhin sollte Ministerin Rice zurückkehren in die Krisenregion. Anfang dieser Woche, versprach Bush am Freitag bei einem Treffen mit Briten-Premier Tony Blair, werde man im Uno-Sicherheitsrat auf eine Resolution dringen, die den Rahmen für eine Waffenruhe bilden soll.

In enger Abstimmung mit Washington begann auch die Suche nach Soldaten für die auf dem G-8-Gipfel in St. Petersburg angeregte Puffertruppe, die möglichst schnell in den Libanon einrücken soll. Damit sich die Friedensmacht den Weg nicht freischießen muss, denkt die US-Regierung sogar über Zugeständnisse für die Hisbollah nach. Das State Department erklärte, dass es keine Einwände gegen deren »politische Rolle« im Libanon habe. Den bewaffneten Kampf allerdings müsse sie aufgeben. Annans Sondergesandter Terje Roed-Larsen dachte laut darüber nach, die Hisbollah-Kämpfer offiziell zu Reserveeinheiten der libanesischen Armee zu erklären und ihre Waffen in Regierungsdepots einzulagern.

Auch in Israel selbst setzte eine neue Nachdenklichkeit ein - erste Risse im Bündnis von Politik und Militär zeigten sich. Während die Armeeführung erneut eine großangelegte Invasion forderte, verweigerte das Kabinett seine Zustimmung zu einer Ausweitung des Bodenkampfs - aus Angst vor weiteren Verlusten: Fürs Erste sollten nur die Luftangriffe deutlich verstärkt werden. Trotzdem könnte es zu einem größeren Einmarsch kommen, wie die

Mobilisierung von drei weiteren Divisionen, immerhin rund 30 000 Reservisten, vermuten lässt. Offiziell sollen sie nur jene Kameraden ablösen, die sich an der zweiten Front im Gaza-Streifen verschlissen haben.

Auch in der Bevölkerung ist die Siegeszuversicht gekippt. Von einem »gerechten Krieg« wie in den ersten Tagen spricht kaum noch jemand. Nur noch 48 Prozent der Israelis sind der Meinung, die Armee solle die Angriffe fortsetzen, bis die Hisbollah zerstört worden ist. »Wir werden gewinnen« stand vor zwei Wochen auf den ersten blau-weißen Stickern vieler Wagen im Heiligen Land. Jetzt hat die Linke eine Gegenoffensive gestartet. »Kein Ende ohne Verhandlungen« lautet das Motto für Gespräche mit Beirut.

Die Regierung Olmert versucht bereits, sich möglichst ohne Gesichtsverlust von den großen Kriegszielen zu verabschieden. Von der Zerstörung der Hisbollah im gesamten Libanon spricht niemand mehr. Zumindest deren Fahnen würden nicht mehr entlang der Grenze wehen, verkündet Verteidigungsminister Amir Perez erkennbar kleinlaut. Ein Sicherheitsstreifen von zwei Kilometern soll nun als Puffer zwischen dem Norden Israels und den Stellungen der Hisbollah dienen.

Auf Schutz durch einen besetzten Landstreifen hatte Israel schon einmal gesetzt. Doch nach 15 verlustreichen Jahren mit 250 Toten und über tausend Verwundeten musste Jerusalem im Mai 2000 seine Sicherheitszone im Südlibanon aufgeben.

Seither gilt Hisbollah-Chef Nasrallah als der einzige Feldherr des Nahen Ostens, der Israel je zum Rückzug gezwungen hat.

DIETER BEDNARZ, GEORG MASCOLO,

CHRISTOPH SCHULT, DANIEL STEINVORTH,

VOLKHARD WINDFUHR, BERNHARD ZAND

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