Hanf - DER SPIEGEL
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Hanf

• aus DER SPIEGEL 6/1950
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Moskaus Japan-Politik wird aktiver. Mit dem Chabarowsker Bakterienprozeß als Trompetenstoß begann der rote Marsch auf Tokio. 180000 KP-Japaner nahmen den Schritt auf*). »Hängt den Kaiser« lautet das neue Leitmotiv. Mit viereinhalb Jahren Verspätung verlangt Moskau einen neuen Monstre - Kriegsverbrecher - Prozeß. Zur gleichen Zeit weist die US-Weltpresse mit General Lucius D. Clays Memoirenwerk »Entscheidung in Deutschland« nach, daß es in Nürnberg zum Schluß kaum

*) DER SPIEGEL berichtete über beide Vorgänge in Nr. 2 und 4. noch tragbar war, mit den Russen zusammen am Richtertisch zu sitzen. Der Nachweis war nicht schwer. Eine neue juristische Zusammenarbeit in Tokio ist nach dem Geschehenen undenkbar, zumal auch dort die Morgenthauschen Racheakten längst auf die lange Bank geschoben wurden. Zum 70. Geburtstag besuchten den General MacArthur seine vier militärischen Chefs unter Führung von General Omar Bradley. Ihre Fernost-Stärkungspille: Flugzeugträger »Sicily« (11000 Tonnen) und ein halbes Dutzend Zerstörer verlegen in den Pazifik. »Um Hirohito vor dem Hanf zu bewahren« meuterte Moskaus »Prawda«. Diesmal tippte die »Wahrheit« wahrheitsgemäß.

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