Helder Camara
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DER SPIEGEL 45/1981
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gehört zu den prominentesten, aber auch umstrittensten Kirchenführern Lateinamerikas. Die brasilianische Militärregierung stempelt ihn als »roten Bischof« ab, als verkappten Kommunisten. Seine Anhänger dagegen rühmen Camara, 72, als mutigen Kämpfer für die Menschenrechte. Nach der Priesterweihe 1931 stand er eine Zeitlang den faschistischen »Grünhemden« nahe. Dann, als Beamter im Erziehungsministerium in Rio, besuchte er die Armenviertel und wurde zum Reformer. Von 1952 bis 1964 war Camara Weihbischof von Rio, dann wurde er Erzbischof von Olinda und Recife im rückständigen Nordosten Brasiliens.