Helmut Kohl
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DER SPIEGEL 28/1989
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Helmut Kohl, 59, Bundeskanzler, betätigt sich als Grußonkel der Nation. Den Gewinn der Frauen-Fußball-Europameisterschaft nahm Kohl am vergangenen Montag zum Anlaß, »dem sehr geehrten Herrn Neuberger« dazu zu gratulieren. Der Kanzler war »begeistert über den in seiner Höhe verdienten Finalsieg und die Art und Weise, wie er herausgespielt wurde«. Einen Tag später sandte Kohl eine Depesche an den »lieben Fritz Walter«, weil der als Kapitän »unserer Weltmeister-Elf von 1954« die Kämpfer von damals eingeladen hatte, 35 Jahre nach dem Sieg. Der Kanzler erinnerte »an die großen Fußballtage von Bern« und an das »unvergeßliche Endspiel« und wünschte »frohe und unbeschwerte Stunden des Wiedersehens«.