57, Generalleutnant und Inspekteur des Heeres, bewahrte seine Fallschirmtruppe vor einer Peinlichkeit. Nach Lektüre einer Meldung im SPIEGEL (30/1997) über das Manöver ,,Greif«, bei dem Fallschirmjäger und ein Zug des neuen Kommandos Spezialkräfte bedrohte Deutsche aus einem fiktiven Drittweltstaat befreien sollten, befahl der General umgehend eine Namensänderung: ,,Wir wollen doch keine falschen Traditionen begründen.« Während Hitlers gescheiterter Ardennenoffensive waren im Dezember 1944 hinter feindlichen Linien abgesprungene Fallschirmjäger ebenso aufgerieben worden wie Kommandotruppen des SS-Obersturmbannführers Otto Skorzeny, nachdem sie in amerikanischen Uniformen und Beutefahrzeugen beim »Unternehmen Greif« nur kurz Verwirrung unter den Alliierten gestiftet hatten. Das in »Heeresübung Schneller Adler« umgetaufte Bundeswehr-Manöver endete vorigen Donnerstag - »Verluste« wurden Willmann und dem zu einer Stippvisite angereisten Minister Volker Rühe nicht gemeldet.
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