Henrik
Henrik, 66, Prinz von Dänemark, gibt der Öffentlichkeit freimütig Einblick in seine Gefühlswelt. In seinem jetzt in Kopenhagen auf Dänisch und Französisch erschienenen Gedichtband »Cantabile«, den er »meiner geliebten Ehefrau« widmete, beschreibt der aus französischem Adel stammende Prinzgemahl ganz offensichtlich intime Details aus dem Eheleben mit Königin Margrethe II., 60. In dem Poem »Morgenlicht« heißt es ungeniert: »Lila und weiß, grün, das Blau deiner Brüste - / es steigert meine Begierde, was meine Sehnsucht sah ...« Und in »Guten Abend, Madame« dichtet der ehemalige Graf Henri de Monpezat heißblütig: »Eine Umarmung, Madame, dauert eine Stunde nur - / aber stark ist der Liebesrausch / und wild der Begierde Gebraus / das Schönste aber ist der Seufzer in unserem Mund.« Von den dänischen Medien wurden die lyrischen Offenbarungen des »triefend romantischen Henrik« ("Ekstra Bladet") wohlwollend aufgenommen: Seine königliche Hoheit sei offenbar dereinst ein feuriger Liebhaber »mit Sex und Einfühlungsvermögen« gewesen. Auch Königin Margrethe, die Henrik in 33-jähriger Ehe verbunden ist, nahm keinen Anstoß - im Gegenteil: Ihre Majestät steuerte sogar die Illustrationen zu dem 219 Seiten starken Lyrikband bei.