HERBERGER - DER SPIEGEL
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Briefe

HERBERGER
• aus DER SPIEGEL 29/1954
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

HERBERGER

(Nr. 28/1954, Sport)

Ihre Titelgeschichte über Josef Herberger, ein journalistisches SPIEGEL - Meisterwerk an Schnelligkeit und Aktualität, ist die beste und instruktivste Sportreportage, die ich seit vielen Jahren gelesen habe. Die Lehren aus den Fußballerfolgen Herbergers sollten von den führenden Persönlichkeiten aller Sportarten in Deutschland beherzigt werden ...

Bonn

Gerhard Milner

... Die »mit Klubhausbrettern vernagelten Vereinsmeier« werden im Laufe der Zeit schon noch drauf kommen, daß wir eine National- oder Deutschlandliga - ganz gleich wie wir diese Einrichtung nennen wollen - brauchen, um das Spielniveau innerhalb der Spitzenvereine zu heben und so auf diesem Wege den wirklichen deutschen Meister zu ermitteln.

Pfaffenhofen

W. Ludwig

Ich lese den SPIEGEL nicht regelmäßig und hatte bei aller Anerkennung seiner Güte doch immer gewisse Vorbehalte. Ich war nie ganz sicher, ob bei allem Scharfsinn und Witz auch stets mit der nötigen Fachkenntnis geurteilt ... wurde. Vom Sport verstehe ich nun aber - zum Teil auch auf Grund meiner Sportlehrerausbildung - genug, um Ihren Artikel über Herrn Herberger und unsere Fußballer werten zu können. Er ist in seiner letzten Fassung wohl nicht von einem »Nur-Sportler«, aber es steckt so viel Wahrheit, Arbeit und Humor hinter den Zeilen, daß man manchen Abschnitt gern ein zweites und drittes Mal liest. Endlich sieht man Herrn Herberger mal so, wie ihn die meisten aus Neid, Unkenntnis oder wegen passender Überschriften in ihren Halbzeitungen nie Zeit hatten zu sehen: als einen bedeutenden Menschenbildner ... Das Amt Blank sollte von vornherein nicht nur Fußballspielen, sondern überhaupt »Herbergern« lernen. Allerdings gehört dazu, daß man das Wesentliche auch erkennt. Aber da wird vermutlich die Weltmeisterschaft am Ende dann doch ausbleiben, und vor allem: Wer sollte an was für einem Ende noch glücklich umherspringen, wie unsere Männer in Bern es konnten? Und weswegen?

Berlin

Horst Lipsch

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