Hermann Josef Hack,
39, Medienkünstler und Kunstbeauftragter im Bildungs- und Forschungsministerium, testete das Umweltbewußtsein Bonner Spitzenpolitiker - und wurde enttäuscht. Um für einen neuen Internet-Dienst mit kostenlosen Informationen über das wachsende Ozonloch zu werben, wollte Hack einem prominenten Politiker die Service-Adresse (http:// www.kulturbox.de/kultur/ozon/ozon/) in einer Flaschenpost überreichen. Doch weder Hacks Chef, Forschungsminister Jürgen Rüttgers, noch die Ressortchefs Matthias Wissmann (Verkehr) und Angela Merkel (Umwelt) mochten mit dem »negativ besetzten Begriff Ozon« in Verbindung gebracht werden. Sogar Grünen-Fraktionssprecher Joschka Fischer winkte ab. Erfolg hatte Beuys-Schüler Hack ("Das Ozonloch ist eine globale Skulptur, an der wir alle mitarbeiten") erst bei der SPD: Michael Müller, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion, nahm die Buddel dankend entgegen.