HEXENWAHN - DER SPIEGEL
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Briefe

HEXENWAHN
• aus DER SPIEGEL 17/1951
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HEXENWAHN

(Nr. 14/51, Deutschland)

Der Hexenglaube entstammt germanischer Zeit und verband sich erst im Mittelalter mit dem Teufelsglauben. Im Mittelpunkt steht die bekannte Mainachtsage von den reitenden Hexen. Ueberhaupt kann nach Lüneburger Volksmeinung eine Hexe nicht quer über einen Besen gehen. Wer die Hexen sehen will, muß in der Mainacht an einem Kreuzweg zwei Eggen mit den Zinken nach unten dachartig zusammensetzen und darunter kauern. Ein Glückskleeblatt im Gesangbuch gibt dem

Besitzer die Möglichkeit, vor der Kirchentür die Hexen zu erkennen. Hexen können auch nicht ohne zu stolpern über eine Türschwelle treten. Haus, Hof und Familie waren demzufolge seit alters gegen vermeintliche Hexen zu schützen.

Lüneburg

Heinrich Karsten

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