Hörensagen - DER SPIEGEL
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Hörensagen

• aus DER SPIEGEL 17/1953
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nach neuestem Bonner »on dit«

* ist die Verschiebung des FDP-Parteitages in Lübeck mit partei-internen Auseinandersetzungen zu erklären. Vizekanzler Blücher befürchte eine Gefährdung seiner Position durch die gegenwärtigen Parteivorstände von Nordrhein-Westfalen und Hessen als die zahlenmäßig stärksten und gleichzeitig am weitesten rechtsstehenden Landesverbände. Darum warte er auf das Ergebnis der Voruntersuchungen des Naumann-Falles in Karlsruhe, um mit dem dabei erhofften Material seine Widersacher auszuschalten. Es stehe jetzt fest, daß bei der Beerdigung des Bundestagsabgeordneten Mayer im Dezember 1952 der Vizekanzler Blücher den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Maier schon von dem Termin der vier Wochen später kommenden Nau-Nau-Aktion der Engländer informieren konnte, von der sich die Bundesregierung so überrascht zeigte.

* haben die dementierten Meldungen über Kanzler Adenauers Kreditverhandlungen mit den amerikanischen Bankiers Baruch und Warburg den Hintergrund, daß Warburg seit langem im Wallstreet Journal eine Linie der neutralisierten Wiedervereinigung Deutschlands verfolgt. Maßnahmen für diese Politik seien vor kurzem in einem Memorandum an Präsident Eisenhower vorgeschlagen worden.

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