Hoffmann hofft - DER SPIEGEL
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SENDER Hoffmann hofft

• aus DER SPIEGEL 1/2002
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Das Fernsehjahr 2001 war für alle Kanäle bitter, am härtesten erwischte es aber Sat.1. Den Berlinern ging in diesem Jahr fast alles daneben. Mit dem peinlichen Mädchenpensionat »Girlscamp« leisteten sie sich einen furiosen Fehlstart, von dem sich der Sender das ganze Jahr nicht wieder erholte. Daran änderten selbst diverse Star-Importe nichts. ARD-Exilant Jürgen von der Lippe scheiterte mit seinem Koch-Talk »Blind Dinner«, Verona Feldbuschs Personality-Show »Einfach Verona« wird nicht fortgesetzt. Auch mit aufwendigen Dokudramen wie »Wambo« und »Vera Brühne« konnte der Kanal nicht punkten. Die Jahres-Durchschnittsquote bei den 14- bis 49-Jährigen sank von 12 Prozent im Vorjahr auf 11,7 Prozent. Im Sommer erfuhren die Sat.1-Mitarbeiter um Senderchef Martin Hoffmann dann, was der brandneue Senderslogan »powered by emotion« auch bedeuten kann: Aufgebrachte Fußballfans reagierten mit Einschalt-Streik, als der Sender versuchte, die Bundesliga-Sendung »ran« auf 20.15 Uhr zu verschieben. Lichtblicke waren selten für den Kanal, dessen Mitarbeiter auch noch die Folgen einer eher ungeliebten Fusion mit dem großen Bruder ProSieben verkraften mussten. Für das neue Jahr setzt Senderchef Hoffmann deshalb vor allem auf die Fußball-WM in Japan und Südkorea: Weil ARD und ZDF nur die Live-Rechte erwarben, will Sat.1 abends eine Zusammenfassung mit dem Besten vom Spieltag zeigen.

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