Hoffnung - DER SPIEGEL
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Hoffnung

• aus DER SPIEGEL 26/1952
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Der sozialdemokratische Senatspräsident des Landes Bremen, Wilhelm Kaisen, der bereits wiederholt die Schumachersche Parteilinie verbog, ist Konrad Adenauers Hoffnung für die Zustimmung des Bundesrats zu den Vertragswerken. Wilhelm Kaisen, so wollen des Kanzlers Verbindungsleute zum Bundesrat wissen, soll bereit sein, die drei Bremer Ratsstimmen in Konrad Adenauers Waagschale zu werfen. Dort können sie den Ausschlag geben. Bei 38 Stimmen im Bundesrat sind 20 Stimmen zur Erreichung der absoluten Mehrheit nötig, die bei einem Zustimmungsgesetz erforderlich ist. Die regierungstreuen Länder Nordrhein-Westfalen (5), Bayern (5), Schleswig-Holstein (4) und Rheinland-Pfalz (4) bringen zusammen 18 Stimmen gegen die 12 Stimmen der oppositionellen Länder: Niedersachsen (5), Hamburg (3) und Hessen (4). Stände Bremen auf Adenauers Seite, könnte sich Reinhold Maiers DVP in Stuttgart sogar den Luxus erlauben, ihre Koalitionsregierung zum Neinsagen mit der SPD oder zur Enthaltung zu ermächtigen. Seiner Bundesratsmehrheit sicher, kommentierte Adenauer den Anspruch der Länderregierungen, mitstimmen zu dürfen, spöttelnd: »Die Herren wollen ästimiert werden!«

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