KONGO Holz für Militärhelfer
Als schützenswerte Ressource wird der 33 Millionen Hektar große Regenwald des Kongo von der Uno klassifiziert. Nun wollen ihn simbabwische Offiziere gemeinsam mit Partnern aus der Demokratischen Republik Kongo abholzen. Grund des drohenden Kahlschlags ist ein nicht eingelöstes Versprechen: Als Simbabwe 1998 Soldaten in den Kongo schickte, um dem von Rebellen bedrängten Präsidenten Laurent Kabila zu helfen, sollten diese in Dollar bezahlt werden. Weil Kabila aber nicht genügend Geld zusammenbekam, erhielten die fremden Truppen Lizenzen für den Diamanten- und Kobaltabbau. Der brachte nicht genug ein, um die Kriegskosten zu bezahlen und die Taschen von Politikern und Militärs zu füllen. Jetzt soll Tropenholz den erhofften Reichtum bringen. Simbabwe hat allerdings weder das Kapital noch das Know-how, um Einschlag und Export im großen Stil zu organisieren. Wie in Liberia sollen deshalb finanzstarke Investoren aus dem Libanon und Malaysia herangezogen werden.