DOSENPFAND Immer neue Tricks
Das Gerangel um das Dosenpfand geht weiter. Der Präsident des Berliner Umweltbundesamtes, Andreas Troge, verteidigt vehement das von der Regierung beschlossene Pflichtpfand von 25 bzw. 50 Cent ab 1. Januar 2003. »Grundsätzliche Bedenken« hatte vergangene Woche der Sachverständigenrat für Umweltfragen erhoben: Der Mehrweganteil werde so »noch weiter zurückgehen«. Troge meint dagegen, dass die Käufer sich mit dem Pfand »wieder verstärkt den ökologisch vernünftigen Mehrwegverpackungen zuwenden«. Scharf kritisiert CDU-Mitglied Troge Handelsverbände und Großabfüller, die mit immer neuen Tricks versuchten, »die Umsetzung des seit 1991 geltenden Rechts zu hintertreiben und gleichzeitig den Markt mit Dosen und Einwegflaschen überschwemmen«. Eine Abgabe statt Pfand habe die Einweglobby auch abgelehnt. Troge: »Die wollen einfach gar nichts.«