In Richtung Abgrund marschiert
Nr. 29/2002, Manager: Ron Sommer gilt als Marketingtalent, besonders bei der Verschleierung der eigenen Person
Die Galionsfigur Ron Sommer ist gegangen (worden). Logische Konsequenz wäre, dass jetzt der Drahtzieher im Hintergrund, Finanzminister Eichel, ebenfalls den Hut nimmt. Die unersättliche UMTS-Lizenzen-Preistreiberei und jetzt die Auftragsvorgabe der Lkw-Maut-Schröpfung an die Deutsche Telekom sind wahrlich zu viel des Guten.
BOTTROP (NRDRH.-WESTF.) KARL KREMER
Bis dato dachte ich, dass in einem Aufsichtsrat kompetente und hoch motivierte Personen nicht nur sitzen, sondern auch Kontrollfunktionen wahrnehmen. Im Fall Deutsche Telekom AG saßen sie und schauten zu, wie ein Weltkonzern langsam aber sicher in Richtung Abgrund marschiert. Von Kontrolle und Lenkung keine Spur. Wozu auch, wenn auch fürs »Sitzen« die Kohle stimmt! Die Zeche bezahlt am Ende der Steuerzahler, der Kleinaktionär und nicht zuletzt der Telekom-Mitarbeiter.
BERLIN MILAN BREZINA
Ron Sommer zählt zu den besten Managern dieser Welt, der aus einem schwerfälligen, muffigen Staatsbetrieb ein gut funktionierendes Unternehmen gemacht hat und es gibt keinen, der ihn ersetzen kann.
ARNSBERG (NRDRH.-WESTF.) FRIEDEL VOLMER
Sommers Abgang hatte echte Größe. Wird Jürgen Schrempp auch cool von Bord gehen, wenn einmal Druck entsteht? Aber die Zahlen bei DaimlerChrysler sollen ja gut sein. Ein Schelm, wer sich blenden lässt.
HAMBURG Dirk BRAßELER