Ingo Wolf
Ingo Wolf , 48, Fraktionsvorsitzender der FDP im Landtag von Nordrhein-Westfalen, hat offenbar etwas gegen rote Luftballons und Kinder, die damit rumlaufen. Am Tag der offenen Tür des Parlaments am vorvergangenen Sonntag war DJ Ötzi die größte Attraktion. Der Künstler holte sich eine ganze Schar Kinder auf die Bühne, wo sie zu seiner Musik fröhlich tanzten. Viele Kids hatten Luftballons dabei, blaue vom Landtag und einen roten von der SPD. Das missfiel Wolf sichtlich. Denn DJ Ötzi, der die FDP schon im letzten Bundestags-Wahlkampf unterstützt hatte, trat auf Einladung der Liberalen auf - und da hatte ein kleines Mädchen mit SPD-Luftballon nichts zu suchen. Wolf forderte einen Sicherheitsmann auf, den Luftballon von der Bühne zu holen, was nicht einfach gewesen wäre, da das Kind seinen Ballon an der Hand festgebunden hatte. Landtagspräsident Ulrich Schmidt (SPD), der die Szene mitbekommen hatte, ging dazwischen. Als Hausherr bestand er darauf, dass das Mädchen und sein roter Ballon auf der Bühne bleiben durften, später organisierte er sogar noch ein Ötzi-Autogramm für die Kleine: »Für das Kind ist das doch bloß ein bunter Ballon.«