IRAN - DER SPIEGEL
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MITTLERER OSTEN IRAN

• aus DER SPIEGEL 17/1955
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Der bisherige iranische Ministerpräsident General Zahedi, der die Mossadegh-Ära liquidiert hat, mußte von der politischen Bühne abtreten, weil er gegen den Beitritt des Iran zum türkisch-pakistanischen Beistands- und Freundschaftspakt opponierte. Der neue Premier, der bisherige Hofminister Hussein Ala, ist dagegen ausgesprochen westlich orientiert. Kaiser Reza Pahlewi, der kürzlich von einer Reise aus den Vereinigten Staaten zurückkehrte, scheint allerdings gewillt zu sein, das Heft jetzt selbst fester in die Hand zu nehmen. Vor der Ernennung Hussein Alas, des »Dämons hinter dem Pfauenthron«, wie er in den Basaren von Teheran genannt wird, verzichtete der Schah darauf, sein Parlament zu befragen, und beurlaubte seinen neuen Regierungschef sofort für einen Kuraufenthalt in der Schweiz. Als Schah Mohamed Reza Pahlewi das neue Kabinett empfing, sprach er Worte, wie sie bislang nie von ihm zu hören gewesen waren: »Ich wünsche mir eine Revolution in unserem Lande. Ich bin der Überzeugung, daß wir die Revolution durchsetzen müssen, ehe andere die Gelegenheit dazu ergreifen. Wenn Sie, meine Herren, die schwere Aufgabe nicht meistern können, dann werde ich Sie wieder entlassen.«

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