Iris Berben - DER SPIEGEL
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Iris Berben

• aus DER SPIEGEL 45/2002
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Iris Berben, 52, Schauspielerin ("Rosa Roth"), wirbt mal nicht mit verrutschtem Minirock und aufblitzendem weißem Slip für einen Privatsender, sondern mit ihrem Konterfei und einem »Grußwort« für einen Kalender des Jahres 2003. Ältere Menschen, vorzugsweise Frauen, geben, fotografiert von Esther Haase, Auskunft über ihre Träume. So erzählt die als Motorradbraut aufgerüschte Gertrud Burow, 80, auf dem März-Kalenderblatt: »Natürlich hat man in meinem Alter noch erotische Träume. Mein schönster: sie irgendwann noch einmal ausleben!« Die bald 90-jährige Charlotte Frank, zurechtgemacht als Salondame für den Monat Juli, träumt »von einer Welt ohne Supermächte, Umweltkatastrophen und Seniorenteller«. Oder Hanna Braun, 83, im schwarzen Ballkleid (Dezember), seufzt: »Letzte Woche hat auf der Station ein neuer Pfleger angefangen. Charmanter junger Mann. Und so athletisch gebaut. - Wenn ich ein paar Jahre jünger wäre ...« Für eine Spende ab 20 Euro an das"Behandlungszentrum für Folteropfer« ist der Patientenkalender der Pflegestation Jahnke in Berlin zu erwerben. »Hier ist eine Einrichtung entstanden und gewachsen«, so Berben, »die in Eigeninitiative etwas gegen die Einsamkeit alter Menschen unternimmt.« Sie wünsche »den Hauptdarstellern, den alten und kranken Menschen, dass sie sich noch lange und gern an die Entstehung des Kalenders erinnern« werden.

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